Bei
Erdverlegung (ohne Tunnelbau o.ä.) rechnet man mit Kosten,
die ungefähr beim 3- bis 5-fachen der Kosten einer
Freileitung der gleichen Spannungsebene liegen. (380 kV
Freileitung: ca. 800000 € je km, 380 kV Kabel ca. 2,4 - 4
Mio. €) Diese hohen Kosten resultieren aus dem teuren Kabel
und der teureren Verarbeitung, z. B. Kabelmuffe,
Endverschlüsse u. ä.
Während Freileitungen durch optische Kontrolle überprüft
werden können, ist diese Möglichkeit bei Erdverlegung
nicht möglich.
Beschädigungen
können oft nicht rechtzeitig erkannt werden. Schäden am
Erdkabel, Kabelmuffen oder
Kabelendverschluss haben
oft auch eine Schädigung der Umgebung zu Folge: Teile
eines Kabelendverschlusses können auseinander fliegen,
explodierende Muffen können bombentrichterartige Schäden
an der Landschaft hervorrufen. Kommt es zu einem Schaden
oder Fehler, so ist auch die Behebung des Schadens
langwieriger und teurer. Aus diesem Grund müssen
regelmäßige, aufwändige Überprüfungen beispielsweise
der Teilentladung durchgeführt
werden.
Diese
Probleme lassen sich naturgemäss vermeiden, wenn man etwa
GIL-Kabel in begehbaren Schächten verlegt.
Ganz
anders sehen solche Kostengegenüberstellungen aus, wenn
Studien im Auftrag der E-Wirtschaft erstellt und
veröffentlicht werden.... (aus: „Haubrich“-Studie RWTH
Aachen im Auftrag der Illwerke / VKW).
Zu der Wirtschaftlichkeit von GIL Leitungen
behaupten
EVU`s, die Erstellungskosten seien rund 12mal teurer als
diejenige einer Freileitung. Auch diese Angaben sind
grundfalsch. Laut der Prof. Dr. Ing. R. Oswald, welcher die
Erstellung von 40km GIL von Genderkesee bis St.Hülfe
begutachtete, beträgt der Mehrpreis noch das 4.5-Fache wenn
man über 40 Jahre die Transportverluste (an elektrischer
Energie) und die Unterhaltskosten in die Rechnung
miteinbezieht. GIL Leitungen gelten als wesentlich
betriebssicherer als Freileitungen. Störungen können
dank
standardmässig eingebauter Sonden, augenblicklich auf 60m
genau bereits in den Kommandoräumen der EVU’s geortet
werden.