Stromveredelung

Bei der so genannten
Stromveredelung wird billiger Grundlaststrom durch Zwischenspeicherung in teuren Regelstrom umgewandelt.

Dies kann zum Beispiel durch das Hinaufpumpen von Wasser in höhergelegene Speicherseen von Pumpspeicherkraftwerken oder durch die Verwendung von Druckluftspeicherkraftwerken erfolgen.

Dieses Wasser wird bei Stromverbrauchsspitzen wieder durch die Turbinen abgelassen, treibt diese an und der Generator produziert Spitzenstrom, der teuer verkauft werden kann.

Trotz des sich ergebenden relativ niedrigen Gesamtwirkungsgrads ist diese Methode für die Kraftwerksbetreiber wegen der großen Preisdifferenz zwischen Grundlaststrom und Spitzenstrom wirtschaftlich sinnvoll.

Grundlast bezeichnet die Netzbelastung, die während eines Tages in einem Stromnetz nicht unterschritten wird.

Spitzenlast bezeichnet kurzzeitig auftretende hohe Leistungsnachfrage im Stromnetz.

Der Preis für den Regelstrom, der zur Stabilisierung des Netzes und zum Schutz vor Blackouts gebraucht wird, wird durch die Strombörse bestimmt.

Stromexporte erfolgen vor allem von Westösterreich nach Deutschland. Dort wird Spitzenstrom im Verhältnis 1:4 (1 kW Spitzenstrom für 4 kW Grundstrom) mit Bayern und Baden-Württemberg ausgetauscht. Durch diesen Stromaustausch gelangt auch Atomstrom nach Österreich. Die Exportmengen nach Deutschland bleiben seit einigen Jahrzehnten mit starken Schwankungen in etwa auf dem gleichen Niveau.
Doch besonders seit 1990 steigt auch der Stromexport in die Schweiz stark an und macht nun statt weniger als 10 % mit rund einem Drittel bereits genauso viel wie nach Deutschland aus.